Mein kurzes Selbstexperiment mit openSuSE
Kürzlich wurde ich von einem KDE-auf-openSuSE-Screenshot und dem zugehörigen Review in einem Computermagazin magisch angezogen. Und wegen einiger Probleme nach dem Ubuntu-Gutsy-Update auf ‘nem IBM Thinkpad T41 war ich bereit, den Test zu machen. Aber so "richtig".
Also holte ich mir die Installations-CD der gerade erschinene Version 10.3 und startete sie in einer VirtualBox. Die Installation lief reibungslos und der Desktop sah schon chic aus! Wie zu erwarten ein eleganter KDE-Desktop. Also wagte ich den Schritt, mein Ubuntu gegen openSuSE auszutauschen – natürlich nach einem kompletten Backup auf USB-Disk.
Auch hier: reibungslose Installation, volle Unterstützung des externen LCDs mit 1600×1200-er Auflösung, die PCMCIA-SDCard werkelte endlich. Guter erster Eindruck.
Aber dann kam die Ernüchterung namens Yast. Dies war vor 10 Jahren der initiale Grund Alternativen zu SuSE zu suchen (und in Debian zu finden – und habe diesen Schritt bisher nie bereut!)
Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass es gar nicht gewollt und auch nicht gefördert wird, das System abseits von Yast zu administrieren.
Dann das Paketmanagement: "zypper" und seine Freunde wirken wie ein gut gemeinter, aber wenig glücklicher Versuch, ein kommandozeilen-basiertes Werkzeug anzubieten. Wenn man eine Anfrage abgesetzt hat, ärgert man sich schon wieder über die Wartezeit, die man gleich investieren muss.
Und wieso sind die SuSE-rpms eigentlich keine "echten rmps? So bekam ich mir wichtige Software (da denke ich gleich an miro ;)) auf openSuSE nicht zum Laufen … :/
Auch VPN-Verbindungen mit PPTP-Endpunkten wollte nicht klappen. Es scheiterte schon bei Dokumentationen zum Thema openSuSE+VPN+PPTP.
Mein Selbstexperiment liegt nun schon wieder zwei Monate zurück. Und da ich gerade wieder mal an einem PC mit openSuSE 10.3 saß und den Desktop echt chic fand … musste ich das schnell mal aufschreiben.
So als Gedächtnisstütze!





2 Kommentare
André
21. Februar 2008Und Ubuntu auf meinem nagelneuen T61 schnurrt wie ein Kätzchen. Nach ein paar kleinen manuellen Anpassungen funktioniert jetzt auch die Helligkeitseinstellung des Monitors und der Standby-Betrieb. Was noch nicht geht ist die Hibernate-Funktion (oder wie das heißt). Außerdem verbraucht der Rechner unter Ubuntu wohl mehr Strom als unter Windows. Das habe ich zumindest gelesen. Ob das wirklich so ist, müsste mal mal testen… aber den Rechner über 3 Stunden unter Windows laufen zu lassen ist schon hart. Wer will sich schon dieses traurige Bild die lange Zeit antun… :-D Gruß André
Dirk
29. Februar 2008Ja – meine zwei Tage mit Deinem Notebook haben mir auch viel Spaß gemacht – und Ubuntu mit Compiz-Effekten sind schon Eye candy und ziemlich verwöhnend. Auch Lotus Notes ist auf einmal ‘ne richtig flinke App.
Schade nur, dass Du unbedingt GNOME als Desktop wolltest ;)