(K)Ubuntu 8.10 läuft auf meinem Notebook
Am 30.10. wurde erwartungsgemäß die neu Ubuntu-Version 8.10 freigegeben, und damit auch der KDE-Ableger Kubuntu. Und weil das Upgrade als einfach beschrieben wurde und ich am Donnerstag Abend gerade online war, habe ich es gleich mal ausprobiert. Zeit für ein Backup blieb da nicht…
2 Stunden später war das Notebook aktualisiert. Damit hatte ich nicht gerechnet – am ersten Tag einer neuen Release ist meist der Ansturm so groß, dass man kein Paket herunter geladen bekommt. Da hat das Release-Team schon mal gute Arbeit gemacht!
Meine Erwartungen an das Release waren/sind groß:
- Erste offizielle KDE4-Release (ich hatte vorher schon Kubuntu 8.04 mit KDE4-Remix laufen und freute mich auf “KDE4-Only”)
- Ein wirklich aktueller Linux-Kernel (2.6.27, neuer geht derzeit gar nicht!)
- OpenOffice.org 3.0
- verbesserter Network-Manager
- Amarok2
- Besser funktionierende Kontact-Suite
Zu allererst: Der reine KDE4-Desktop fühlt sich schon besser an, als das KDE3/KDE4-Mischmasch der letzten Wochen. Allein dass es nur noch eine KWallet-Version für alle Anwendungen gibt ist eine Freude. Die Desktop-Effekte (Compiz) habe ich deaktiviert, mein betagtes Notebook danke es mir mit weniger Lüfterlärm ;-)
Das Upgrade lief nahezu reibungsfrei ab. Der aktuelle Kernel wurde allerdings nicht mit installiert, statt dessen konnte ich “nur” mit 2.6.25 booten. Das kam daher, dass ich das Pakets “linux-image-386” installiert habe, der neuest Kernel ist jedoch nur als “linux-image-generic” verfügbar. Nachdem ich also dieses Paket nachinstalliert habe, war ich aktuellst.
Nach dem Upgrade hatte ich allerdings kein WLAN mehr. Der network-Manager wurde ziemlich erweitert (las ich) und ich habe ihn nicht mehr dazu bewegen können, eine WPA-PSK-Verbindung zu meinem Router aufzubauen. Nach einiger Bastelei habe ich beschlossen, den Network-Manager zu deinstallieren und mich auf die GUI-freie Konfiguration kit /etc/network/interfaces zu stürzen. Mit der Beschreibung im wiki.ubuntuusers.de war das auch nicht soooo schwer. Nun läuft das wieder.
OpenOffice in Version 3 hat es leider nicht mehr in die Distribution geschafft, da sich der Freigabetermin von OpenOffice 3 verzögert hatte und zu wenig Zeit zum Testen blieb. Schade! Aber im wiki.ubuntuusers.de gibt es auch eine Anleitung zum zwischenzeitlichen Aktualisieren, da schon ein paar Entwickler die passenden Pakete generiert haben.
VirtualBox2 ist in der aktuellen Release enthalten und beim ersten Aufruf des Programmes wurden die Konfigurationen meiner virtuellen Maschinen automatisch in das neue Format übernommen. Auch die Kernelmodule passen – sie wurden dem kernel bei Update automatisch (!) via dkms untergeschoben. Total abgefahren, dieser Mechanismus!
Amarok2 ist auch leider noch nicht fertig, ich werde mich brav in Geduld üben und hoffen, dass es vielleicht in KDE4.2 und Kubuntu 9.04 (?) enthalten sein wird!
Nun stehen noch Tests der aktualisierten Kontact-Suite (ein Personal Information Manager, PIM) aus. Und hoffentlich finde ich endlich einen eleganten Weg, meinen Palm mit Kontact zu synchroniseren.
Fazit
Nach zwei Tagen mit dem Kubuntu 8.10 sind die Überraschungen nicht sooo groß (da ich KDE4 schon im Einsatz hatte) , aber die KDE4-Migration ist für mich nahezu und erfolgreich abgeschlossen. Und das Upgrade als solches war reibungsarm und so nachahmenswert.





2 Kommentare
Frank
24. November 2008Ich hatte gerade am Wochenende auf meinem Notebook Kubuntu 8.10 installiert. Vorher war Kubuntu 7.10 drauf. KDE4 sieht schick aus aber lief nicht wirklich rund bei mir. Bluetooth war gar nicht nutzbar und der Dateimanager Dolphin stürzte dauernd ab. Alles in allem extrem unerfreulich und für mich nicht wirklich nutzbar.
Daher bin ich heute auf Ubuntu 8.10 umgestiegen und siehe da, alles läuft, wie es soll. Nun werde ich mich erst einmal an Gnome gewöhnen und vielleicht aber auch nur vielleicht mal auf einem Testrechner Kubuntu installieren – so in ein paar Wochen dann mal vielleicht.
Dirk
25. November 2008Hast Du es schon mal damit versucht, das Verzeichnis @~/.kde@ umzubenennen (z.B. in @~/.kde3@? Damit wird beim ersten KDE4-Login (unter Kubuntu ab KDE 4.1) ein neues Verzeichnis @~/.kde@ angelegt. Und dann später die interessanten Anwendungseinstellungen — bei mir z.B. für Amarok, Akregator und Kontact — aus dem gesicherten Verzeichnis in den Einstellungsordner rüber zu kopieren?
Hat bei mir gut geklappt — das musste ich bei meinen Tests mit KDE4.0.x unter Kubuntu 8.04 machen.