nerdism

Es muss nicht immer dyn.com sein

Bis vor zwei Jahren war es normal, dass man sich für den Zugriff auf das heimische Netzwerk von draussen eine kostenlose DynDNS-Subdomain beim Erfinder(?) und Namenspatron dyn.com zu klicken und den heimischen Router mit der Aktualisierung der „öffentlichen“ IP-Adresse zu beauftragen.

Diese Festung „DynDNS“ ist seit der Zwangs-Monetarisierung des bis dahin kostenlos erhältlichen DynDNS-Dienstes durch Dyn.com ganz schön ins Wanken gekommen. Dyn.com lässt seit dem das Anlegen kostenloser Accounts nicht mehr zu und seit Mitte 2013 muss sich jeder Inhaber eines Free-Accounts alle 30 Tage auf der Web-Oberfläche einloggen, angeblich um Karteileichen zu vermeiden.

Ich zahle gern für Dienstleistungen, wenn sie mir nützen oder sie mir wichtig sind. Die Art und Weise, wie Dyn.com mich zum zahlenden Kunden machen wollte, fand ich jedoch sehr unangenehm und nötigend. Also ging ich auf die Suche nach
einer Alternative. Da zeitgleich die aktuelle Überwachungs- und Spionageaffäre publik wurde, wollte ich versuchen, einen einheimischen Anbieter zu finden.

Ich bin dann bei Strato1 fündig geworden, die zu jeder Domain-Bestellung DynDNS mit liefern.

So habe ich mir unter http://www.strato.de/domains/ eine Domain geklickt. Dann habe ich mich durch die Strato-FAQs gehangelt und das DynDNS eingerichtet:

Ich habe das seit drei Monaten im Einsatz, verbinde mich regelmäßig von draussen via VPN mit meinem Heimnetzwerk und das funktioniert bestens. Gerade Fritz!OS 6.0 mit seiner eingebauten VPN-Einrichtungsoption lädt zu reger Nutzung ein: Ein IPsec-VPN-Zugang kann ohne Zusatzsoftware im Fritz!Box-Adminbereich eingerichtet werden und auf Macs und iOS-Geräten mit den Standard-Werkzeugen und ohne Zusatzsoftware genutzt werden.


  1. Seid versichert: Ich will von Strato nichts als diesen DynDNS-Zugang. Ansonsten gehen wir weiter getrennte Wege. ↩︎

Autor

Ich bin Softwareentwickler und derzeit vor allem mit PHP und Webanwendungen beschäftigt. Nach 10 Jahren mit Drupal habe ich mich gerade frisch in Laravel verliebt. Jenseits dessen verteilen sich meine digitalen Interessen zwischen Python, diversen Linuxen und macOS.