Verschiedenes

Den Spaß am Laufen (wieder)finden

Mit meinem Einzug ins Homeoffice im März 2020 fielen die täglichen Wege ins Büro und das wöchentliche Schwimmtraining weg. Nach kurzer Zeit begann ich, wieder regelmäßiger zu joggen, um überhaupt mal nach draußen zu kommen. Ich war im August wieder auf einem Leistungsstand, dass ich meine ehemalige, 11km lange, „Hausrunde“ laufen konnte. So ging dieses komische Jahr vorüber, aber ich hatte das Gefühl, dass ich nach all dem Training eigentlich besser sein könnte. So kam ich zu Youtube-Videos von Runnersflow und Turnschuhheizer, um mir Lauf-Wissen rein zu helfen.

Bei Runnersflow wurde ich an einem Januarfreitag auf den 10km-Online-Laufkurs aufmerksam, habe mich rein-gebucht und am nächsten Morgen gab es den ersten von 8 Online-Workshops mit unserem Coach Kevin Besser. Mein persönliches Ziel war, am 6. März die 10km in 55 Minuten zu laufen.

Was in den nächsten 8 Wochen passierte, lässt mich immer noch staunen. Zu allererst musste ich mein Facebook-Konto reaktivieren, weil der Laufkurs sich in einer geschlossenen Facebook-Gruppe organisierte und die wöchentlichen Online-Workshops mit Kevin ebenda liefen. Die eigentliche Überraschung war aber die positive Dynamik und Herzlichkeit in der Gruppe, die Achtung untereinander und ungeachtet der jeweiligen Leistungsstärken sowie die Motivation, die mich aus der Gruppe heraus antrieb, auch die „doofen“ Aktivitäten (Körpergewichtsarbeit?) im Trainingsplan ernsthaft zu betreiben.

Screenshot aus einem der Workshops mit Kevin Besser
Screenshot aus einem der Workshops mit Kevin Besser

Zu Beginn des Kurses sollte ich mich auf eines von drei Zielen festlegen: 10km ohne Zeitvorgabe, in 70 Minuten oder in 60 Minuten absolvieren. Ich habe mir also den Trainingsplan für die 60 Minuten gezogen und in den nächsten 8 Wochen abgearbeitet. So gab es wöchentlich einen langen, langsamen Lauf am Wochenende, einen etwas flotteren Dauerlauf am Dienstag, einen kurzen, schnellen Lauf oder Intervalltraining am Donnerstag und einen Tag mit ~30 Minuten „Körpergewichtsarbeit“ (also einer Mischung aus Yoga und Bodenturnen). Der eigentliche Bringer waren aber die Workshops, die mir sehr gut geholfen haben, ein persönliches Rundum-Trainingssystem und einen theoretischen Überbau zu verinnerlichen, einschließlich Trainingslehre, Laufstil, Ernährung und Motivation.

Am 6. März war dann der letzte Punkt auf dem Trainingsplan zu absolvieren: der „örtliche verteilte“ 10km-Lauf. Jede Kursteilnehmer:in lief für sich, möglichst mit Start um 10 Uhr. Hier in Rostock schneite es morgens noch und die Wetterbedingungen waren mäßig. Ich war beim ersten Lauf seit Jahren ziemlich aufgeregt und fand es anstrengend, dass ich mich beim Lauf nicht an anderen Läufer:innen orientieren konnte. Am Ende kam ich nach 55:46min durchs Ziel und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden – das Kursziel war für mich erreicht. Nebenbei hatte ich auch noch die zwei trübsten Monate (naja, gleich nach November) mit viel Aktivitäten einfach weg-gelaufen.

Screenshot meines 10km-Laufs am 06.03.2021
Screenshot meines 10km-Laufs am 06.03.2021

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag schon vor 2 Monaten, kurz nach dem Finale schreiben, aber es kam was dazwischen, ich musste pausieren und habe den Blogpost aus den Augen verloren. Am 22. Mai startet Kevin eine Neuauflage des 10km-Kurses und ich möchte Dir diesen Kurs wärmstens empfehlen, wenn du schon ein wenig läufst und besser werden willst. Solltest Du ganz am „Anfang deiner Laufkarriere“ stehen, dann bietet Kevin auch den passenden Kurs an. Schau mal, es macht viel Spaß und was man übers Laufen lernt, zahlt sich den Rest des Lebens aus!

Ich beim Laufen
Ich beim Laufen

Derzeit arbeite ich mich an Kevins 15km-Trainingsplan ab und suche eine Trainingsplan für einen Halbmarathon. Der Termin für diesen Lauf steht derweil schon fest: Am 12. September möchte ich beim Darss-Marathon starten.

Autor

Ich bin Softwareentwickler und derzeit vor allem mit PHP und Webanwendungen beschäftigt. Nach 10 Jahren mit Drupal habe ich mich gerade frisch in Laravel verliebt. Jenseits dessen verteilen sich meine digitalen Interessen zwischen Python, diversen Linuxen und macOS.