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wp-cli – die Basics

Dieser Beitrag ist Teil 2 von 6 in der Serie wpcli

wp-cli ist ein sehr leistungsstarker Werkzeugkasten für Leute, die eine WordPress-Website zu administrieren haben. Es stellt ein Kommandozeilenprogramm bereit, mit dem Änderungen an einer WordPress-Installation auf dem lokalen Rechner oder einem Server im weit entfernten Rechenzentrum durchgeführt werden können.

Um wp-cli nutzen zun können, muss es auf dem lokalen Rechner (und ggf. auf dem entfernten Server) installiert sein. Das passiert mit dem „Vierzeiler“, ausgeführt im Terminal:

mkdir -p ~/.local/bin
curl -o ~/.local/bin/wp \
  https://raw.githubusercontent.com/wp-cli/builds/gh-pages/phar/wp-cli.phar
chmod 0755 ~/.local/bin/wp

Anmerkung: Der Ordner $HOME/.local/bin ist laut XDG Base Directory Specification der Ort, an dem lokale Befehle installiert werden sollen. Falls $HOME/.local/bin noch nicht in $PATH enthalten ist, sollte das schnell nachgeholt werden:

echo "export PATH=\$PATH:\$HOME/.local/bin" >> ~/.bashrc
. ~/.bashrc

Nun steht das Kommando wp bereit. Hier ein paar gern genutzte Aufrufe:

$ wp --path=/path/to/wordpresssite core version
5.2.3
$ cd /path/to/wordpresssite
$ wp plugin list
+-----------------------+--------+--------+---------+
| name                  | status | update | version |
+-----------------------+--------+--------+---------+
| contact-form-7        | active | none   | 5.1.4   |
...
$ wp db export "wp-$(date +'%Y%M%d-%H%m%S').sql"
Success: Exported to 'wp-20191411-060908.sql'.

Die Argumentliste des wp-Kommando besteht immer aus command und action sowie kontextabhängigen Optionen und weiteren Argumenten:

wp <command> <action> [--options] <arguments>

Wird action weggelassen, dan liefert der Befehl eine ausführliche Liste möglicher Aktionen. Mit dem Kommando help und dem eigentlichen command als action wird die man-Page zu dem Kommando angezeigt:

wp help <command>

Der Kommandoaufruf mit command und action sowie der Option --help zeigt die man-Page zu der Aktion.

wp <command> <action> --help

wp-cli sucht sich in folgender Reihenfolge die Argumente zusammen:

  • Kommandozeilenargumente beim Programmaufruf,
  • Angaben in Datei wp-cli.local.yml im aktuellen oder einem darüber gelegenen Verzeichnis,
  • Angaben in Datei wp-cli.yml im aktuellen oder einem darüber gelegenen Verzeichnis,
  • Angaben in Datei ~/.wp-cli/config.yml (der Pfad kann mit der Umgebungsvariable WP_CLI_CONFIG_PATH geändert werden),
  • Eingebaute Vorgabewerte.

Soweit zu den Basicss, im nächsten Beitrag wird die Installtion einer WordPress-Site mit wp-cli beschrieben.

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Autor

Ich bin Softwareentwickler und derzeit vor allem mit PHP und Webanwendungen beschäftigt. Nach 10 Jahren mit Drupal habe ich mich gerade frisch in Laravel verliebt. Jenseits dessen verteilen sich meine digitalen Interessen zwischen Python, diversen Linuxen und macOS.